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Was sollen wir sagen - ihr kennt uns ja alle schon lange: Arnd, Bente und Siri.

Seit August 2007 sind wir unterwegs: Bente liebt die Einfachheit der Narwal und schaut dem Rost gern auf seine Auswüchse, Arnd sorgt für die Kontakte im Hafen, deren Erhalt und hat den Überblick über die technischen Belange der Narwal, Siri wird im September 2008 2 Jahre alt, liebt das Wasser, isst gerne Fisch und klettert in ein paar Monaten den Mast hoch.

Nach einer 5 monatigen Winterpause in Almerimar, Andalusien (Stand April 2008), in der wir das rapide Wachstum eines verlässlichen sozialen Netzes miterleben konnten, stehen wir zum 3. Mal vor der Aufgabe, ein warmes Nest zu verlassen. Aber was ist Reisen denn anderes, als Neues zu erleben und gleichzeitig zu verabschieden.


Das kommt zum Audruck auch im folgenden Gedicht, das uns Freunde vor unserer Abreise schenkten
:


Wie jede Blüte welkt und jede Jugend Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern In andre, neue Bindungen zu geben. Und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, An keinem wie an einer Heimat hängen, Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, Er will uns Stuf' um Stuf heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todsünde Uns neuen Räumen jung entgegen senden, Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

     
(c) Arnd und Bente Gürtler 2008